• Barockschloß mit Park
  • Schlossgarten
  • Schlafgemach

Museum Barockschloss Delitzsch

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Barockschloss Delitzsch

Das Barockschloss Delitzsch prägt mit der markanten Turmhaube die Silhouette der Stadt. Der zweiflüglige Bau, der um 1690 sein heutiges Aussehen erhielt, ist von einem trockengelegten Wassergraben umgeben. Den ältesten Teil des Schlosses stellt der 1389/90 errichtete Turm dar. Er bildete einen Teil der spätmittelalterlichen, von Markgraf Wilhelm I. von Meißen errichteten wettinischen Wasserburg. Aus dieser Zeit sind noch heute neben dem Turm die gotischen Kellergewölbe erhalten. Zwischen 1550 und 1558 wurde die Burg zu einem Renaissance-Schloss umgebaut.

Das Wasserschloss als landesherrliche Residenz aus der Renaissancezeit verfiel während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und wurde erst durch Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg, einer kurfürstlichen Nebenlinie, um 1690 im Stil des Barock als Witwensitz umgebaut. 1692 schuf man nach Plänen des herzoglichen Gärtners Andreas Gotthard Carl im Südwesten des Schlosses einen Barockgarten, der heute als Rekonstruktion zu den ältesten Barockgärten in Mitteldeutschland zählt.

Als Folge des Wiener Kongresses mit der Teilung Sachsens, wurde im Schloss 1860 das zentrale Frauenzuchthaus der preußischen Provinz Sachsen eingerichtet. Nach Auflösung dieser Strafanstalt im Jahr 1926 erwarb die Stadt Delitzsch das Gebäude.
Den Höhepunkt der Ausstellung bildet das sechs Räume umfassende Ensemble der fürstlichen Residenzgemächer, die 1692-1701 von Christiane von Sachsen-Merseburg und 1731-34 von Henriette Charlotte von Sachsen-Merseburg genutzt wurden. In seiner funktionalen Raumabfolge entspricht dieser Wohnbereich dem Vorbild französischer Schlösser. Das repräsentative Audienzzimmer diente zum Empfang kleinerer Gästegruppen. Direkt nebenan befindet sich das glanzvolle Tafelgemach, in dem der barocke Raumgeschmack und die durchdachte Raumkonzeption vollkommen erkennbar werden. Im hinteren Bereich des Appartements befanden sich mit Retirade (Ankleidezimmer), Schlafgemach, Betstübchen und Bibliothek die intimsten Gemächer der Herzoginwitwen, die diesen zum Rückzug dienten. Mit originalem Plattenparkett (1696), unikatem Interieur und eindrucksvollen Wandfresken sind diese Räume einzigartig in der Kulturlandschaft Sachsens.
Der Schlossturm zeigt die wichtigsten Epochen der Stadtgeschichte und bietet als Aussichtspunkt einen herrlichen Blick in die Umgebung. Mehrmals jährlich wechselnde Sonderausstellungen zeigen Themen der Kultur- und Kunstgeschichte.

Kontakt

Telefon: +49 34202 67208
Fax: +49 34202 67409
barockschloss@delitzsch.de
http://www.delitzsch.de

Adresse

Museum Barockschloss Delitzsch
Schlossstraße 31
04509 Delitzsch


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